
FÄLLE · STRATEGIE
Universitätsstrategie
Die Strategie der Universität Leipzig stand bereits. In einer Veranstaltungsreihe sollten nun zentrale Elemente mit Mitarbeitenden und Studierenden diskutiert werden – nicht, um die Strategie neu zu entscheiden, sondern um Perspektiven sichtbar zu machen, Fragen aufzunehmen und Anschlussfähigkeit für die Umsetzung zu schaffen.
Der Auftrag
- Auftraggeber Universität Leipzig
- Branche Wissenschaft
- Zeitraum 2025
- Leistung Prozessmoderation
- Format 2 Fishbowls · über 200 Teilnehmende
DER VERLAUF
Strategische Entscheidungen anschlussfähig machen.
1 Ausgangslage
Vier Handlungsfelder.
Die Universität hatte ihre Strategie fortgeschrieben und vier Handlungsfelder identifiziert. Nun sollte das Arbeitsprogramm des Rektorats mit Mitarbeitenden und Studierenden diskutiert werden – nicht, um die Strategie neu zu entscheiden, sondern um Perspektiven aufzunehmen, Fragen sichtbar zu machen und Anschlussfähigkeit für die Umsetzung zu schaffen.
2 Format Fish-Bowl
Innenkreis, Außenkreis.
Im Innenkreis wird diskutiert, im Außenkreis zugehört und nachgedacht. Die Fishbowl ist ein bewusst offenes Format: Sie macht sichtbar, welche Fragen, Spannungen und Perspektiven im System gerade Gewicht haben. Mitarbeitende und Studierende waren gleichermaßen eingeladen.
3 Verlauf
Zwei Stunden Emergenz.
Vorher stand die Frage im Raum, ob sich bei einem so offenen Format überhaupt jemand beteiligen würde. Hinterher eher die gegenteilige: Wie hätte man die Redezeiten begrenzen können? Nach 90 Minuten Diskussion waren noch viele Fragen offen.
AUS DER ARBEIT
Einblicke.



Resonanz der Teilnehmenden
„Danke für das tolle Town-Hall Meeting und Deine Moderation!“
Dr. Katarina Werneburg, Referentin für Markenkommunikation.
Systemische Lesart
Eine Fishbowl beantwortet keine Fragen. Sie zeigt, welche Fragen, Spannungen und Perspektiven im System gerade Gewicht haben. Gerade die geringe Steuerung macht sichtbar, was sonst leicht überhört wird. Dass Studierende auch politische Anliegen einbrachten, war deshalb kein Störfall, sondern Teil des Bildes. Nach zwei Stunden war nicht jede Frage geklärt – aber deutlich besser sichtbar, in welchem Spannungsfeld die Strategie anschlussfähig werden muss.
Dr. Jonas Asendorpf
Fotos: Christian Hüller
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